Unsere wichtigste Zutat heißt Nachhaltigkeit.

Wenn wir von ehrlichen Backwaren sprechen, meinen wir damit nicht bloß traditionelles Bäckereihandwerk und den konsequenten Verzicht auf Backhilfsmittel, Tiefkühl- und Fertigprodukte oder  sämtliche chemische Zusatzstoffe. Uns geht es vielmehr um eine generelle Haltung, die unser Denken und Handeln bestimmt – in Bezug auf unsere Produkte, unsere Kunden, unsere Mitarbeiter, unsere gesellschaftliche Verantwortung und natürlich auch auf unsere Umwelt. Nachhaltigkeit eben.


Schon heute ist SOETEBIER die wahrscheinlich nachhaltigste Bäckerei in ganz Norddeutschland, vielleicht sogar weit darüber hinaus. Weil das aber aktuell viele von sich behaupten, nachfolgend ein paar Beispiele, an denen wir uns gern messen lassen.

Gläserne Backstube.

Über die handwerklichen und räumlichen Vorteile unserer  Backstube in Scharmbeck berichten wir in dem Artikel „Gläserne Backstube“. Aber auch in puncto Nachhaltigkeit gibt es ein paar sehr interessante Fakten.

  • Alle Gewerke, die am Bau beteiligt waren, sind in der Region ansässig.
  • Das Gebäude ist in moderner Vollsteinbauweise errichtet worden und spart dadurch eine ganze Menge Energie. Im Vergleich zur alten Backstube konnte der Energiebedarf um 60% reduziert werden.
  • Die Lage an der Scharmbecker Dorfstraße verringert die Lärm- und Feinstaubbelastungen ganz wesentlich, weil der Lieferverkehr nicht mehr durch den ganzen Ort fahren muss.
  • Ein modernes Wärmerückgewinnungssystem versorgt die Gläserne Backstube mit Warmwasser und Heizenergie.
  • Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Gläsernen Backstube deckt unseren kompletten Strombedarf aus erneuerbarer Energie. Überschüssige Energie wird in das lokale Stromnetz eingespeist.
  • Auf dem Gelände steht eine E-Ladesäule für den allgemeinen Bedarf zur Verfügung, an der jeder sein Elektrofahrzeug mit Strom aus erneuerbaren Energien betanken kann.

 

Zutaten.

• Wenn es irgendwie geht, verwenden wir ausschließlich Zutaten, die bei uns in der näheren Umgebung angebaut, geerntet oder erzeugt werden. Klar, bei Rosinen, Mohn oder Sesam ist das nicht möglich, weil diese Zutaten aus regionaler Landwirtschaft gar nicht angeboten werden, sondern nur als Importware verfügbar sind.

• Wir versuchen nur die besten Zutaten einzukaufen und verzichten völlig auf Backzusatzmittel und sonstige Zusatzstoffe, die sonst bei fast allen Bäckereien ganz normal sind. Bitte informieren Sie sich auch unter dem Menüpunkt Ernährung über alle anderen Zutaten wie z. B. Eier, Milch, Butter etc.

 

Recycling.

• Brot und Backwaren, die in den BäckereiCafés übrig bleiben, werden von uns an fünf ehrenamtliche Tafeln ausgeliefert, die damit Bedürftige unterstützen. Ebenso stehen Flüchtlingswohnheime der Umgebung auf unserem Lieferplan. Und alles, was dann noch übrig sein sollte, wird zu Tierfutter für die Bauern der Region verarbeitet.

• Verpackungsmaterialien aus Kunststoff haben wir so weit wie möglich reduziert.

 

Mitarbeiter.

• Alle Mitarbeiter bei SOETEBIER sind Festangestellte mit einem Stundenlohn, der deutlich über dem Mindestlohn liegt, aktuell sind es 13 €/h. Auch hier wollen wir unserer Verantwortung als nachhaltig handelndes Unternehmen gerecht werden, weswegen wir auf schlechtbezahlte Aushilfsjobs und Leiharbeit verzichten.

• Auf Wunsch unterstützen wir die individuelle Mobilität unserer Kollegen mit einem Firmenfahrzeug.

• Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter hat Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge, die wir mit dem vierfachen Beitragssatz unterstützen.

• Derzeit bilden wir 13 Flüchtlinge in der Verwaltung, in der Produktion (Bäckerei & Konditorei) und im Verkauf aus. Wir finanzieren wöchentlichen Deutschunterricht, helfen bei der Wohnungssuche bzw. mieten Wohnungen an und kümmern uns auch sonst um die Alltagsprobleme unserer Kollegen aus Syrien, Iran, Irak und Ghana.

 

Mehl aus heimischem Getreide.

• Eigens für SOETEBIER wurde vom unserem Freund, dem Landwirt Jan Benecke, ein Weizen (Sorte: Ponticus) angebaut und in der Saison 2016 erstmals geerntet, der ziemlich genau das Gegenteil eines sonst üblichen Hochleistungsweizens ist. Seit Herbst 2019 arbeiten wir neben Jan mit sieben weiteren Landwirten zusammen, die auf ihren Höfen garantiert kein Glyphosat einsetzen und nur für uns Weizen, Roggen und Dinkel anbauen.

• Unsere Weizensorte haben wir speziell für den kargen Geest-Boden in unserer Gegend züchten lassen, der deutlich weniger Protein und Eiweiß enthält als die üblichen Turbo-Sorten – quasi ein Urweizen. Er benötigt weniger bis gar keinen Dünger, entzieht dem Boden nur so viele Nährstoffe wie neu entstehen und kann ohne Brachzeiten angebaut werden. Dafür muss man allerdings auch wirklich backen können, weil der Weizen eben nicht für die leichtgängige Verarbeitung in Bäckereimaschinen entwickelt wurde, sondern für eine gesunde Ernährung, guten Geschmack und den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt.

 

 

48011Gesamtbesuche,27Besucher heute

s