Unsere wichtigste Zutat heisst Moral.

Alle reden von Nachhaltigkeit: Weil es schick ist. Weil Umweltschutz immer Pluspunkte bringt. Oder weil es sonst nichts zu erzählen gibt. Wir meinen zwar so etwas Ähnliches, sprechen aber lieber von Moral, weil sie bei SOETEBIER zu den Wertvorstellungen gehört und nicht bloß Marketing ist.


Nachhaltigkeit beschreibt eigentlich ein ökologisches Prinzip aus der Forstwirtschaft des 18. Jahrhunderts und bedeutet, dass man einem Wald nicht mehr Holz entnehmen sollte als in einem bestimmten Zeitraum wieder nachwachsen kann. Natürlich lässt sich diese Denk- und Handlungsweise auf viele andere Bereiche übertragen und führt automatisch zu einem schonenderen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen. Das ist zunächst einmal sehr begrüßenswert. Aber wir bei SOETEBIER wollen sogar noch einen Schritt weiter gehen: Uns geht es nicht bloß um Natur- und Umweltschutz, sondern um eine grundsätzlich andere Herangehensweise was das Themen Ernährung, Rohstoffe und Verantwortung angeht. Und bevor es zu theoretisch wird, kommen hier ein paar Beispiele:

Gläserne Backstube.

Über die handwerklichen und räumlichen Vorteile unserer neuen Backstube in Scharmbeck haben wir schon an anderer Stelle berichtet. Aber auch in puncto Nachhaltigkeit gibt es ein paar sehr interessante Fakten.

  • Alle Gewerke, die am Bau beteiligt waren, kamen aus der Region.
  • Das Gebäude ist in moderner Vollsteinbauweise errichtet worden und spart dadurch eine ganze Menge Energie.
  • Die Lage an der Scharmbecker Dorfstraße verringert die Lärm- und Feinstaubbelastungen ganz wesentlich, weil der Lieferverkehr nicht mehr durch den ganzen Ort fahren muss.
  • Ein modernes Wärmerückgewinnungssystem versorgt die Gläserne Backstube mit Warmwasser und Heizenergie.
  • Im Vergleich zur alten Backstube konnte der Energiebedarf um 60% reduziert werden.

 

Zutaten.

Wenn es irgendwie geht, verwenden wir ausschließlich Zutaten, die bei uns in der näheren Umgebung angebaut und geerntet werden. Klar, zum Beispiel bei Rosinen, Mohn oder Sesam ist das unmöglich, weil diese Zutaten nicht aus regionaler Landwirtschaft angeboten werden, sondern nur als Importware verfügbar sind. Ansonsten versuchen wir nur die besten Zutaten einzukaufen und verzichten völlig auf Backzusatzmittel und sonstige Zusatzstoffe, die sonst bei fast allen Bäckereien ganz normal sind. Bitte informieren Sie sich auch unter dem Menüpunkt Ernährung über alle anderen Zutaten wie z. B. Eier, Milch, Butter etc.

 

Recycling.

Brot und Backwaren, die in den BäckereiCafés übrig bleiben, werden von uns an fünf ehrenamtliche Tafeln ausgeliefert, die damit Bedürftige unterstützen. Ebenso stehen Flüchtlingswohnheime der Umgebung auf unserem Lieferplan. Und alles, was dann noch übrig sein sollte, wird zu Tierfutter für die Bauern der Region verarbeitet.

 

Mitarbeiter.

Alle Mitarbeiter bei SOETEBIER sind Festangestellte mit einem Stundenlohn, der deutlich über dem Mindestlohn liegt. Auch hier wollen wir unserer Verantwortung als nachhaltig handelndes Unternehmen gerecht werden, weswegen wir auf schlechtbezahlte Aushilfsjobs und Leiharbeit verzichten.

 

Getreide.

Eigens für SOETEBIER wurde vom Landwirt Benecke ein Weizen angebaut und in der Saison 2016 erstmals geerntet, der ziemlich genau das Gegenteil eines sonst üblichen Hochleistungsweizens ist: Wir haben eine Weizensorte speziell für den kargen Geest-Boden in unserer Gegend züchten lassen, der deutlich weniger Protein und Eiweiß enthält als die üblichen Turbo-Sorten – quasi ein Urweizen. Darum benötigt er weniger Dünger, entzieht dem Boden nur so viele Nährstoffe wie neu entstehen und kann ohne Brachzeiten angebaut werden. Dafür muss man allerdings auch wirklich Backen können, weil der Weizen eben nicht für die Bäckereimaschinen entwickelt wurde, sondern für eine gesunde Ernährung, einen guten Geschmack und den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt.